In·klu·si·on /Inklusión/ Substantiv, feminin [die]

Wie geht Inklusion? Wo fängt sie an, wo hört sie auf?
Gibt es ein Anfang und eine Ende?
Wieso ist die Akzeptanz gegenüber dem Anderssein so schwierig?
Wer ist denn anders? Wer definiert das Anderssein?
An jeder Ecke hört man fast schon propagandaartig das jeder so leben soll wie er es für richtig hält. Gilt das nur für „normale“ Menschen?
Sind Menschen mit einer Behinderung davon ausgeschlossen?

Mein Kind wächst, die Defizite werden sichtlich  größer.
Nach wie vor ist Annie ohne Sprache. Sie lautiert. Laut, sehr laut. Vor allem wenn sie sich freut. Es macht keinen Unterschied ob wir uns zu Hause oder draussen befinden, im Supermarkt oder beim Arzt. Annie ist laut. Die Menschen drehen sich nach uns um wenn sie auf dem Boden liegt und vergüngt qiuekt. Annie spürt sich und ihre Umwelt auf diese Art und Weise, sie muss Dinge intensiv erleben und vor allem fühlen das sie sich spürt, dass heisst in ihrem Fall sie klopft mit den Händen überall drauf herum und schmeisst sich gerne auf den Boden, überstreckt sich und quiekt vergnügt dabei. Vollkommen egal wo, draussen auf der nassen Strasse genauso wie im familienfreundlichen Drogeriemarkt.
Dieser Anblick ist anders.

Die meisten Tage kann ich das ohne weiters Leben, vor allem damit unentwegt mitleidig angeschaut zu werden oder das man mir sagt das ich das Kind doch einfach mal erziehen solle.
Es gibt wenige Tage da überlege ich mir ob ich mit ihr einkaufen gehe.
Eine banale Kleinigkeit die zum gesellschaftlichen Problem wird. Einkaufen.
Es gibt auch schlechte Tage an denen bleibe ich zu Hause, weil mir die Umwelt und das alltägliche Leben mit Inklusion zu kompliziert ist und Annies Gemütszustand zu viel Kraft kostet ausserhalb der vier Wände. 
Das darf nicht sein!
Menschen aller Art haben ein recht darauf am alltäglichen gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Ausnahmslos!

Inklusion und Integration muss auf beiden Seiten stattfinden, nicht nur auf der der Betroffenen. Wie sollen Kinder mit Behinderungen durch Türen gehen dürfen die wir ihnen niemals gezeigt haben?
Es ist unsere Aufgabe nicht aufzuhören sie an die Hand zu nehmen und ihnen alle Türen zu öffnen die möglich sind!

Vor kurzem durfte ich im Kita-Magazin von Vanessa
ein paar Fragen beantworten die sie ungefiltert veröffentlich hat!
Gerne möchte auch auch diese
Petition der lagE e.V. ans Herz legen zu unterschreiben und möchte mich in diesem Sinne herzlich bei Euch dafür bedanken.