Just be there.

Ich liebe Stille. So wie gerade. Ich sitze auf dem Sofa und es ist einfach nur ruhig. Die Kinder schlafen selig und der Mann ist nicht zu Hause. Es ist schön, das einfach niemand gerade etwas von mir will, ich darf nur für mich sein. Alleine bin ich selten. Genieße es dann aber umsomehr.

Ich liebe das Familiengewusel. Mich um meine Kinder zu kümmern, für sie da zu sein. Egal ob es die fast täglichen Therapien mit Miss Annie sind , Hausaufgaben von Little Miss, die gemeinsamen Mahlzeiten, unsere Rituale im Leben, Ausflüge, daheimsein.

Im Gleichgewicht zu bleiben ist nicht einfach. Vielleicht ist es permanent meine größte Herausforderung. Dazu gehört es auch, dass ich mich um mich kümmere, denn das habe ich in den vergangenen Monaten nicht getan. Es gibt auch kein Rezept um zu sagen man muss es so oder so machen damit es optimal funktioniert. Ich passe meinen Alltag immer und immer wieder neu an, so bleibe ich gut im Takt. Manchmal.

Die vergangenen zwei Wochen waren enorm Nervenzehrend. Es fühlte sich an  wie wenn jemand nach Miss Annies erneutem Fieberkrampf auf die eine Seite der Waage der Balance mit Anlauf gesprungen ist und diese Seite komplett auf den Boden aufschlug, während die Seite mit den Gegengewichten dem nicht standhalten konnte und vollkommen haltlos in der Luft baumelte.

Die Kleine war mit sich und der Welt total überfordert, schlief sehr schlecht, aß noch schlechter. Zwei Wochen in denen ich viele Milchflaschen zubereitete, sehr, wirklich sehr viele Nerven gelassen habe und abends verzweifelt an mir zweifelte, wieso wir entwicklungstechnisch Rückwärts gehen.
Es ist kein Tag wie der Andere. Keine Ahnung ob es irgendwann eine Konstante geben wird.

Trotz allem sitz ich jetzt hier und bin zufrieden. Erschöpft, aber ich freu mich morgen,  auf einen neuen Tag mit meiner kleinen Familie.

Just be there
, alles andere wird dann schon!