Lebensmelodie.

Heute vor zwei Jahren lag mein kleines Mädchen das erste Mal in meinem Arm und ich wusste das ihr Zweitname California sich richtig anfühlt. Bis heute.
Dieses Gefühl bestätigt sich jeden Tag aufs neue.
Miss Annie California ist eine Inspiration. Dafür, das egal was das Leben Dir bietet, es immer einen Weg gibt, die Richtung ist dabei nicht weisend. Man muss sich nur trauen ihn zu gehen. Sie zeig es uns. Ihre Unbeschwertheit ist so unglaublich ansteckend.

Es ist wie wenn Claudia Koreck das Lied Paper Aeroplane  in Los Angeles für Miss Annie geschrieben hätte. Diese Zeilen sind sie, mein kleines Mädchen, was nicht aufgibt. 

* * *
Flying blind upon your world

Hey dragon fly
The clouds like wadding in the sky

Colors  turn to green and blue
See you soon
And people passing bye

 The planet turns, I turn to you
Let’s leave the tears behind

Hey paper aeroplane
I wann see the world like you
Hey paper aeroplane
Fade into the blue

I’m not flying anywhere
The wind decides
To where I’m turning to

I don´t feel no pain at all
What bothers me
Gets swallowed by the moon

 A ray of light just hit my eyes – huhu
While I’m over Kauai

 Hey paper aeroplane
I wann see the world like you
Hey paper aeroplane
Fade into the blue

Hey fly with me
Take me away
To Fullmoon Bay

Flying blind upon your world
Hey dragon fly
And people passing bye

* * *

Happy Birthday Miss Annie California.

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12 von 12 – September 2017

Da war er heut, der erste Schultag von Little Miss.
Byebye Freiheit.
Wie sehr habe ich das genossen spontan zu sein, wenn nicht gerade Therapien mit Miss Annie anstanden. Aber so wie vergangene Woche Montag zum Beispiel. Schönes Wetter, ab in den Wildpark und einfach mal sich kurz wie im Urlaub mit den Kinder fühlen.
Es folgt nun ein 12 von 12 Einschulungsspecial, whoopwhoooop!!

Nein, kein Geburtstag, nur Einschulung!

Bissle Deko musste schon sein! Ich freu mich schon auf November, da wird unser Galeriegeländer wieder hübsch geschmückt mit Weihnachtsdeko. Und Lichterkette. Und Adventskalender …

Bevor es erstmal in die Kirche zum Gottesdienst geht ist unsere liebe Freundin Ivana früh raus um noch ein paar (superschöne!) Familienbilder zu machen.

In der Kirche macht sich angst bei Little Miss bemerkbar, Omas und Papas
Hand halten sie ganz feste.

Ich mache keine Ahnung wie viele Bilder. Es ist kalt, so richtig Herbst schon.

In der Schule. Die Kinder sind in den Klassen und die Eltern warten, warten und
warten. Mein Mann gut 1,90m lang machte es sich auf einem Ministuhl bequem. 

Miss Annie schlief zwischenzeitlich im Tagebuch, ihre Begeisterung hielt
ich allerdings massiv in Grenzen. Zu Laut, zu viele Menschen.img_6756

Da ist sie wieder! 90 Minuten in der Klasse und hier ist jemand sehr sehr happy. Mein Herz wird leichter. Sie freut sich jetzt schon auf morgen. Läuft.

Irre könne wir. Alle. Schultüte plündern. Ich wäre ja auch gern mein Kind übrigens.

Sonntag hatte ich bereits den Kuchen vorbereitet, er war immer noch fluffig.
Das mit dem Zuckerschriftaufbringen übe ich dann nochmal…

Latentes Chaos. Nicht nur im Kinderzimmer. Immerhin weiss ich schon was ich morgen machen werde wenn Little Miss sich bildet. Aufräumen!!!

Hallo i bims, eins Verpackungsopfer! Gestern im Discounter der gerade umgebaut wird gab es nur noch dieses hübsche Toilettenpapier. Eine Menge Einhornröllchen zieren nun
die Vorratskammer.

Lust auf mehr 12 von 12?
Caro hat sie für Euch!

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? WMDEDGT 09/2017

Tagebuchbloggen Baby. Hallo Herbst.
Tage wie gestern sind wunderbar, Tage wie heute… lassen wir das.

04:48

Wach. Verdammt. Nicht bewegen, einfach wieder einschlafen. Die Kinder riechen das wenn man aufwacht. Egal zu welcher Uhrzeit. Und sind dann wach. Für no risk no fun ist es zu früh!!!!!!

05:02

Hat funktioniert. 14 Minunten immerhin. Miss Annie hüpft im Bett herrum und Little Miss muss mal. Alleman raus. Mein Liebster hat noch achtundfünfzig Minuten. Glückspilz der!

05:06

Kinder anziehen. Windeln wechseln, Klamotten raussuchen. Normalerweise mache ich das immer Abends, lege alles hin für den nächsten Tag. Organisation und so. Ab morgen wird das auch wieder so gemacht, denn langsam aber sicher kehrt hier  Therapiealltag ein. Die erste Einheit ist heut Nachmittag. Nächste Woche kommt dann noch die Schule hinzu. Darf ich mal kurz laut kreischen?! Vielleicht sollte ich auch besser in eine Papiertüte atmen.
Spülmaschine und Dampfgarer ausräumen. Beides ist gestern Abend noch gelaufen, aber ich war zu müde um das saubere Geschirr und die Flaschen noch aus- und wegzuräumen. Läuft ja bekanntlicher Weise nicht weg! Mache ich aber generell lieber Abends wenn keine fast Zweijährige mir ständig zwischen den Beinen sitzt, oder mit Freude in die Spülmaschine ständig fasst und Pfützenmatschen spielt. So wie eben. Morgens um 5h von null auf 100 ins ein paar Millisekunden.

05:40

Der erste Kaffee für heute. Hallo Lebensgeister. Ich bin vermutlich bei meinem Kaffeekonsum resistent gegen die Wirkung des Koffeins, aber es ist wie ein Ritual in der früh. Mein Liebster bekommt einen ans Bett gebracht, Miss Annie bekommt ihre erste Milchflasche des Tages. Little Miss meckert über dies und das. Ich will ins Bett. Ich lecker nicht.

06:32

Der Liebste fährt in die Arbeit. Ich ziehe unsere Betten ab, die Schniefnasen sind fast weg und irgendwie hat Miss Annie überall eklige bunte Schneckenspuren hinterlassen. Örgs. Die Waschmaschinenladung No1 läuft.

Kurzvorsieben.

Ich mache mich endlich ans Frühstück. Was ist eigentlich schlimmer, müde oder hungrige Kinder? Müsliwünsche werden erfüllt. Mein Herz schlägt für Cheerios mit Obst, ohne Milch! Little Miss bekommt Haferflocken und ein paar FruitLoops, Miss Annie Köllns Haferflecks 20 Minuten eingeweicht.

07:50

Wäsche. WäschewäscheWÄÄÄÄSCHEEEEEEEEEEE. Ich möchte weinen. Bin noch nicht geduscht, immer noch im Nachthemd.

08:19

Super, es regnet. Ich bin so froh, dass wir gestern bei dem schönen Wetter so lang draussen waren. Wir hören laut Musik, die Kinder tanzen und haben Spaß!

08:40

Bügeln, Wäsche auf und abhängen. Miss Annie komplett umziehen, die Windel … ich erspare jedem jetzt eine detaillierte Beschreibung. Ich arbeite meine ToDo Liste ab. Die ist lang. Ich will heut Abend mein Chaos auf dem Schreibtisch besiegt haben. Auch hier komplette Systemumstellung meinerseits. Ich muss so strukturiert arbeiten, sonst geh ich unter.

10:13

Läuft. Miss Annie schläft, Litte Miss darf sich ganz uneigennützig Medienzeit nehmen.
Es gibt noch einies zu organisieren für den Schulanfang nächste Woche, ich bin immer noch nicht geduscht. Ich beschliesse heut Nachmittag laufen zu gehen nach der Therapie und im Anschluss erst ins Nass zu springen.

11:03

Waschmaschine ist zum 3. Mal fertig, No4 ist dran. Same procedure as always. Ich bin die Waschweltmeisterin. Aufhängen, Abhängen, Bettwäsche nass bügeln und aufhängen und so weiter. Gott, so spannend oder?!

11:37

Es klingelt an der Türe, ich hoffe, dass Miss Annie nicht aufwacht. Ich habe vergessen die Klingel auszustellen. Wieder zurück am Rechner. Alles ist ruhig. Es war ein Päckchen mit den heiss ersehnten neuen Lätzchen mit Auffangding dran für Miss Annie.
Weiter gehts mit dem abarbeiten der ToDoListe. Läuft. Organisieren mach ich gerne. Davon gibts hier genug. Und so hübsche Accessoires und Kalender und … ich könnte mich da dusselig kaufen. Kennt jemand Happy Planner? Googelt es nicht, es is der finanzielle Untergang.

13:10

Mittagessen. Es gibt den Rest Spaghetti Carbonara von gestern. Die Kinder sind hungrig, aber ausgeschlafen. YAYY!

14:10

Losfahren zur Therapie nach Fürstenfeldbruck. Vorbei die ruhigen Tage. Ein Leben ohne die ständige Fahrerei ist auch schön. In den letzten drei Wochen habe ich gemerkt wie gut es tat mal aus dem ganzen Arzttherapieterminzeugs rauszusein. Ich strukturiere alles um jetzt. Mehr Zeit zum Leben uns so.
Ich liefere Miss Annie dort ab und Litte Miss darf auch dableiben. So gehe ich in dieser Zeit Besorgungen machen. Schlau auch, wenn man mit voller Einkaufstasche am Auto ankommt und feststellt, dass der Schlüssen gaaaaaaanz unten vergraben ist. Unter anderem die Brezntüte auf dem Autodach ablegt und vergisst reinzulegen und diese dann beim losfahren nach ein paar Metern schön im Rückspiel fliegen. Anhalten, aussteigen, Brezn aufsammeln. Schön vor dem Parkplatz des Supermarktes. Ein sehr netter Mann hilft mir beim aufsammeln und lacht. Ich bin übrigens in Laufklamotten unterwegs, immer noch ungeduscht. Ich kaufte auch neue Cheerios, die lagen auch auf dem Dach, hielten aber dem Fahrtwind stand. Wo hab ich denn bitte meinen Kopf?

16:40

Eigentlich will ich laufen gehen, aber die Hasen der Urlaubsnachbarin müssen gefüttert werden, Miss Annie ist durch und meckert nur noch rum, Little Miss ist spielen draussen, ich bin immer noch nicht geduscht und wenn ich jetzt nicht laufen gehe wird’s zu spät. Vielleicht geh ich wenn die Kinde im Bett sind. Ich Staubsage dann mal gerade durch die Wohnung und hänge die trockene Wäsche ab. Immer und immer wieder überlege ich ob ich nicht doch einen Trockner mir anschaffen soll. Bei dem Pensum an Wäschebergen vielleicht wirklich Sinnvoll.

17:11

So. Hasen füttern und mit Miss Annie im Jogger noch eine Runde laufen gehen. Nur eine kurze Strecke. Besser wie nix. Ich war lange nicht laufen, geradelt bin ich recht viel im Juli, der August hatte den absoluten Schlendrian drin. Auf ein Neues! Ich schwitz schon nur bei dem Gedanken an meine Laufschuhe.

18:40

Ich spüre jeden einzeln Muskel meines Oberschenkels. Jetzt schon. Viel zu lange bin ich nicht gelaufen. Es tat so gut.

18:50

Zur Abwechslung hänge ich noch Wäsche von der Leine und sauge den Rest der Wohnung bevor ich das Abendessen fertig mache und endlich endlich duschen gehen kann. Der Liebste füttert derweil Miss Annie. Little Miss darf noch draussen spielen. Es sind die letzten Ferientage und das Wetter ist zu schön um zeitig ins Bett zu gehen. In acht Wochen ist die Uhr bereits wieder auf Winterzeit und es so früh dunkel, dass es schön ist die Kinder jetzt noch draussen spielen lassen zu können. Ja, irgendwie weine ich dem Hochsommer gerade ein wenig hinterher. Aber ich mag Jahreszeiten und Little Miss und ich freuen uns schön auf die Adventszeit. Der erste Lebkuchen wurde hier schon verspeist. Lebkuchen geht immer.

20:31

Die Kleinen schlafen, es war wie seit Tagen wieder schwierig für Miss Annie in den Schlaf zu finden. Sie muss sanft festgehalten werden, damit sie zur Ruhe kommt.
Ich räume noch die Küche fertig auf. Fertig bin ich auch.
Ein Hurricane der Kategorie 5 ist auf dem Weg nach Florida, eine liebe Bekannte ist gerade dort und ich hoffe, dass er abdreht aufs Meer und somit Land und Leute verschont. Laut National Hurricane Center ist vorher noch nie so ein Sturm auf dem offenen Meer registriert worden in der Geschichte der Aufzeichnung.

21:40

Ich geh jetzt noch für eine Stunde an den Schreibtisch bevor ich mich zu den Kleinen ins Bett lege und ins Land der Träume verschwinde.

Mehr WMDEDGT-Beiträge findet ihr wie immer bei der lieben Frau Brüllen .

Vollzeitjob in oberster Führungsebene.

Vor etwas mehr als sieben Jahren habe ich meinen Arbeitsplatz aus Gründen gekündigt. Dann trat ich ohne Grundkenntnisse den Job meines Lebens an.
18 Stunden sind das normale Tagespensum, Nächte mit weniger als zwei Stunden Schlaf gibt es öfters im Monat und gesetzlich geregelte Pausen wie wir sie aus einem gut bezahlten Arbeitsleben kennen existieren nicht, das abfeiern von Überstunden fällt gänzlich weg, permanente Verantwortung.

Ich bin Vollzeitmutter.

Und da höre ich sie schon, die Stimmen die mir sagen „Waaaaas? Und wiiieso arbeitest Du niicht? … willst Du nicht noch Dein Studium zu Ende machen … Du MUSST …“
Es wird so unendlich viel von Toleranz geredet, dass jeder das für sich machen muss wie er will. Gelebt wird das meines Erachtens anders. Es ist egal ob Du Dein Kind mit drei Monaten in die Krippe gibt, weil Du musst/willst/musst&nicht willst, es ist egal, ob Du Dein Kind bis zur Schule gar nicht in eine Fremdbetreuung gibst, es ist egal ob Dein Kind Ferseh schauen darf oder nicht, diese Liste ist endlos. Es ist egal. Immer werden sich Menschen über Dich unterhalten und es ver- & beurteilen, ob es gut ist oder nicht. Auch wenn sie es gar nicht können. Ihnen vollkommen der Einblick fehlt in das Ganze.
Gerne wird man auch mal als negativ behaftete Supermutti/Rabenmutter, je nach Lage, im schnippischen Ton betitelt.

Muttersein ist meines Erachtens eine der größten Aufgaben & das grösste Abenteuer meines Lebens. Ich liebe es.

Das heisst nicht das ich 28 Stunden am Tag freudestrahlend und total relaxed mit einem Dauergrinsen durchs Leben laufe. Nein. Ich kann auch sehr gut total übermüdet schlecht gelaunt sein und motzig, unfair und es gibt Tage an denen kenn ich mich selber nicht ausstehen. Ja. Nur weil ich es liebe, heisst es nicht, das es nur rosarote Sonnenstunden gibt. Es gibt auch mal dunkle schwarze Wolken am Mutterseinhimmel.

Aber eben nicht immer. Denn es gibt auch so Tage wie heute.
Das Wetter war perfekt. Zu kalt um ins Freibad zu fahren, aber Sonne und blauer mit hübschem wolkendurchzogenen Himmel. Nachdem ich ich am Vormittag zu Hause den Haushalt erledigt hatte und Papierkram abgearbeitet habe, während Miss Annie schlief und Little Miss ihre Medienzeit konsumierte, bin ich am Mittag mit beiden Kinder in den Wildpark östlich von München gefahren. Nur wir drei. Es war so entspannend. Ja, mit zwei Kindern kann es entspannend sein. Nicht wie früher das ohne Kinder entspannend. Aber das, wo einfach keiner weint oder unzufrieden ist. Also fast. Miss Annie litt an chronischer Übermüdung und normalem nicht schlafen könnenwollen. Aber eben ausser einer fiesen Erkältung die sie plagt war alles so normal wie es eben sein konnte.
Litte Miss war glücklich über die tollen Spielplätze, einen Greifvogelshow, Eis, Rehe die sie füttern durfte, darüber, dass wir drei einfach heute so einen schönen Tag zusammen hatten. Unwiederbringliche Zeit miteinander verbringen.

Was genau wird denn bitte mit einer Vollzeitmutter verbunden, dass es allem Anschein nach so einen negativen Stellenwert erreicht hat nur Kinder groß zu ziehen?  Und wann eigentlich wurde das „nur Muttersein“ zu so einem Negativum gemacht?
Du bist nur zu Hause und kümmerst Dich nur um die Kinder? N.U.R. Jedes Mal am 5. des Monats wenn ich bei der Blogaktion „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag“-Tagebuchbloggen mitmache weiss ich wieder, was ich eigentlich den ganzen Tag mache. Eins auf jeden Fall nicht: genug schlafen und Pausen. So Tage wie heute sind für mich leider rar. Der Sommer war zu kurz, zu viele Termine standen an, ich war vier Mal im Freibad dieses Jahr. Es war der letzte Sommer für uns ohne Schule.
Aber wenn es so Tage wie heute gibt, dann bin ich einfach nur Dankbar, dass ich sie mit den Kindern zusammen leben darf.

Ich bekomme keine Bezahlung in Form einer Gehaltsabrechnung am Ende es Monats. Auch steht hier kein Geldkoffer einfach so vor der Türe. Mein Liebster geht seinem Job nach um die Familie finanziell zu versorgen, um den Rest kümmere ich mich. Den Rest aufzuzählen wäre utopisch!
Das was ich mache wird wertgeschätzt von meinen Liebsten. Und nicht damit abgetan, dass ich ja nur zu Hause bin.
Ich habe glückliche Kinder. Meistens. Mit dem üblichen Wahnsinn der uns begleitet eben. Aber das ist es, was ich will. Klare Rollenverteilung. Wir, mein Mann und ich für unsere kleine Familie.
Und alle anderen Menschen, die das anders machen, die machen das nicht besser oder schlechter. Die machen es eben anders.

Die besonderen Momente von heute
sind die Erinnerungen von morgen.