Richtungen.

Die Käseglocke unter der man sich befindet
lässt nicht viel Raum für Gedanken und Luft zum atmen.
Du funktionierst.
Arbeitest alles systematisch ab.

Irgendwann kommt der Tag wo diese Glocke langsam verschwindet,
wie wenn sie jemand langsam anhebt bevor sie abgenommen wird.
Dann stehst Du dort,
mitten im Kreis,
verloren.
Drumherum so viel Platz und Luft,
dass Du nicht mehr so genau weisst,
in welche Richtung Du eigentlich gehen wolltest.
Alles ist anders. Auch Du.
Freier Fall auf allen Seiten.

Du drehst Dich auf dem Kreis
mit ausgebreiteten Armen und spürst den Schwindel.

Du findest sie wieder,
die Richtung,
irgendwann.

Allerdings wird sie eine andere sein wie Du annahmst.
Es ist eben nur erstmal eine Richtung.

Der Weg lässt sich nur erahnen.
Irgendwo am Horizont.
Zeit weist Dir die Richtung.

Werbeanzeigen