12 von 12 – Januar 2017

Da isses nun, das neue Jahr. Und das erste Mal 12von12. Nachträglich, denn ich schlafe zur Zeit meine Augenringe weg. Ein Selbstversuch sozusagen. Das hat leider zur Folge, dass ich gestern mit dem Kinder in Bett bringen mich auch selber hinlegte und die Nacht irgendwann mal aufwachte und beschloss einfach weiterzuschlafen. Neun Stunden fast am Stück. Reborn. Immer noch mit Augenringe und eine Laune der Miss Annie die heute vermutlich starke, seeeeehr starke Nerven verlangen wird. Ohhhhmm.

But first Coffee. Egal wie Zuckercarbwasimmerfrei, Coffee is a must. Bohnen aus der Rösterei Dinzler haben sich als die Besten erwiesen.

Frühstück im 06:10. Coffee No2. Müsli und Brei für den Nachwuchs.

Eines der Tagesprojekte: Kinderzimmerkuschelecke reaktivieren. Umräumen, aufräumen.

Noch son Tagesprojekt. Wäsche. Wäschewäschewäsche. Never ending Story.

Mittlerweile ist es hell. Das Bild ist von vorgestern, nicht von gestern. Es schien die Sonne. Sie lachte vom Himmel und lies den Schnee glitzern. Die Kirschblüten sind heute noch genauso schön, nur mit grau am Himmel. Es regnet und der Schnee schmilzt fies eklig matschig dahin. Nix mehr mit Glitzerwinterromantik. Diese schnelle Vergänglichkeit macht mich nachdenklich.

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Vormittagssnack. Ist wirklich lecker. Und hat wenig Weightwatchers Points, einen ganzen.

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„ALWAYS BELIEVE THAT SOMETING WONDERFUL IS ABOUT TO HAPPEN“ Die Kerze brennt den ganzen Tag für einen leider sehr kranken Freund der Familie.

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Miss Annie brütet etwas aus, oder zahnt. Mittagsschlaf ist demnach und sowieso immer eine gute Idee.

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Wäscheberge gebügelt und verräumt, alles staubgewischt und ich nutze die Zeit währen die Kleinen schlafen zum putzen. Um danach evtl noch die Chance auf eine heisse dusche in Ruhe zu haben. (Hatte ich, wie Wellness!)

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Winterdeko. Mit ist noch nicht wirklich nach Tulpen.

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Geschwisterliebe. Aus tiefstem Herzen. Little Miss liebt ihre kleine Schwester und umgekehrt. Eifersucht blieb bislang aus. Ich wünsche mir sooo sehr, dass das so bleibt in der Zukunft.

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Mein Organisationsaustall. Der sollte gestern schon aufgeräumt werden. Dann halt eben heute! Vermutlich. Wir haben gestern das Haus nicht verlassen und den Gazen Tag gekuscht, aufgeräumt, gespielt, gelesen und ein wenig Fernsehen für Little Miss war auch drin. Richtig schön!

 

 

Balance finden.

Unsere Tage müssen geplant werden. Spontane Aktivitäten sind nur noch bedingt möglich. Miss Annie schläft noch zwei Mal am Tag, jeweils um die zwei Stunden. Ich plane die Woche grob durch, so dass sie genug Möglichkeit hat in Ruhe zu schlafen. Als Little Miss so klein war habe ich es nicht grundlegend anders gehandhabt. Mir war es immer wichtig die Tage auf die Bedürfnisse der Kinder abzustimmen.

Gestern war ein Termin in einem grossen Einkaufscenter geplant, um die Absturzsituation meines mobilen Telefons durch Fachleute beheben zu lassen. 15h35 und 20 Minuten Fahrtzeit. Mitten am Nachmittag, die eigentlich der Grossen gehören. Die Vormittage sind zum erledigen, einkaufen, Haushalten und in Zukunft für Therapien von Miss Annie, die Nachmittage gehören Little Miss. Vor meinem Termin wollten wir noch zum Schlittenberg rodeln. Die Sonne schien, es war herrlichstes Wintersonnenwetter und es widerstrebte mir die beiden Mädels ins Neonlicht geflutete Center zu bringen. Ich lies das Telefon das sein was es war und wir verbrachten die Sonnenstunden draussen und Little Miss rodelte als ob es kein morgen gab. Den Tag in diese Richtung spontan umzuentscheiden ist machbar. Andersherum nicht.

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Rodeln bei schönstem Winterwetter

Heute konnte ich dann am Vormittag den Reperaturtermin wahrnehmen. Wir waren gut 2 1/2 Stunden dort und gingen noch ein bisschen bummeln. Miss Annie schlief morgens nicht mehr daheim, sondern erst völlig erledigt im Auto ein. Für 20 Minuten Fahrtzeit. Beim herausholen aus dem Kindersitz und reinlegen in den Kinderwagen war sie wieder wach und war weit entfernt von weiterschlafen. Dementsprechend oft verdrehte sie ihre Augen, drehte den Kopf schnell von links nach rechts wie ein ständiges neinschütteln und krampfte ihre Händchen zusammen. Auf dem Rückweg nach Hause war Miss Annie extrem unruhig. Daheim angekommen gab es Mittagessen und im Anschluss ging es ins Bett. Es dauerte eine Weile bis sie schlief, dann wurden es etwas mehr als drei Stunden. Der kleine Körper war völlig erledigt. Es gibt verschiedene Arten von Müdigkeit, diese wo die Kleinen völlig vom Stress erledigt einschlafen, schmerzt mir in der Seele. Es ist nicht ein schönes erschöpft sein vom draussen toben oder ausgiebigen spielen, einfach weil es zu viel war. An manchen Tagen geht es, an manchen eben nicht. Heute wär ich besser einfach zu Hause geblieben. Wenn man das immer vorher wüsste … Ich bekam dann am Vormittag eine Nachricht einer lieben Freundin, ob wir am Nachmittag spontan Lust hätten mit in den Indoorspielplatz zu fahren. Und da war es wieder. Das wollen aber nicht können. Aus Vernunftgründen Miss Annie zu liebe. Das Spontane was einfach nicht (mehr) geht. Indoorspielplatz ist Stress für sie, die vielen Menschen, die permanente Lautstärke. Es ist aber grenzenloser Spass für Little Miss. Immer wieder gibt es Situationen wo ich auch spontan absage, weil es einfach nicht in unseren Alltag passt. Es ist kein Tag wie der anderer. Aber deswegen nicht weniger Lebenswert. Aber dann, in so stillen, kleinen leisen Momenten hat sie mich, die Zerrissenheit. Sie packt mich immer mal wieder ganz kurz. Einerseits will ich der Grossen nicht den Spaß nehmen, andererseits hatte die Kleine wie heute morgen einfach zu viel Stress und musste dringend ins Bett. So war es geplant. Und schlafen im Tragetuch oder im Kinderwagen ist nicht das selbe wie im Bett zu Hause bei abgedunkelter Ruhe. An solchen Tagen muss ich abwägen. Rechtfertige mich unnötiger Weise vor mir selber. Und entschied: Schlaf für Miss Annie und kein Indoorspielplatz für Little Miss. Langsam lege ich das Schlechtegewissendenken ab. Es gibt viele Tage da muss Miss Annie zurückstecken, ebenso auch an anderen Little Miss.

Erst letzte Wochen entschied ich mich dagegen, nächste Woche wieder in die Heimat zu fahren. Ich merkte wie mir innerlich die Kraft ausging und zog die Notbremse. Trotz Heimweh bleibe ich hier. Es ist nicht gerade leicht zur Zeit mein Partner, meine Freundin, meine Mama oder mein Papa zu sein. Alles schreit innerlich nach Ruhe. Am liebsten würde ich mich mit meiner kleinen Familie in den Flieger setzten und Tage am warmen Strand verbringen. Kraft tanken. Auch ohne wegfliegen versuchen wir uns in einen neuen Alltag einzuleben und fangen an uns in der neuen Situation sicherer zu fühlen. Wissen was einem selber, dem Partner und den Kindern anfängt gut zu tun macht mich wieder glücklicher. Passiert noch nicht so häufig, aber wir sind auf einem guten Weg sagt mir mein Gefühl die Balance zurückzugewinnen.

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? WMDEDGT 01/2017

Hallo Januar, hellooo 2017.  Auch dieses Jahr fragt Frau Brüllen wieder, was wir denn so den ganzen Tag machen.

01:06

Miss Annie hat hunger und gibt es lauthals bekannt.

04:19

The night is over. Miss Annie verlang schon wieder nach der Flasche und mein Wecker ist auf 04:50 programmiert. Es wird fröhlich im Beistellbettchen rumgeturnt und Little Miss beendet auch die Nacht um kurz nach fünf. Ich geh duschen. Alleine.

05:30

Der Göttergatte steht auf und ich zieh die Kinder an.

06:00 

Frühstück herrichten. Und Kaffee machen als erstes, vorher geht hier nix.

06:26

Der Göttergatte und ich haben heute Jahrestag. Elf Jahre sind wir heute auf den Tag zusammen. Grossartig finde ich das. Ihn übrigens auch. Sehr. Wir drücken uns und verabschieden ihn wie jeden morgen alle an der Türe in die Arbeit.

06:30

Haushaltsgedöns. Betten machen, Spülmaschine ausräumen, Flaschen sterilisieren, mit meiner Mama telefonieren um mich auf den neuesten Stand des Gesundheitszustandes meines Vaters bringen zu lassen. Der Gute wurde gestern operiert. Thrombose vom Knie bis in die Leiste plus kurzzeitig entdecktes Aneurysma. Es ist alles gut gegangen und er fühlt sich gut. Die Aufregeung war trotzdem zum ergrauen.

09:10

Kinder in die wintertaugliche Kleidung pressen. Bis alle angezogen sind kann ich wieder duschen weil mir so heiss ist das, das ich zerfließe.

09:20 

Unten treffe ich noch den Paketboten mit Little Miss neuen Winterschuhen. Und mache einen Abstecher zu meiner Herzensfreundin Ivana *LINK* von der ich mir ein hübsches Tragedings leihen darf. Miss Annie permanent auf dem Arm zu tragen lässt meine Schulter schlimm schmerzen, also muss da noch was her was mir den Alltag erleichtert.

10:00

Ankunft im Wichtelwerk Indoorspielplatz. Schlange stehen. Es dauert ein wenig bis wir zahlen können und endlich lostoben dürfen. Dank Schulferien und dem bitterkalten Wetter hatten noch mehr Menschen diese unfassbar gute Idee dort hin zu fahren.

10:10

Kinder wie Bananen aus der Wintermontur schälen. Meine Freundin kommt und die Minis sind glückselig. Wir können uns tatsächlich mal viereinachtel Sätze sagen ohne Unterbrechung. Mit Kaffee. Und uns friert es ein wenig. Miss Annie schlummert seelig fast die ganze Zeit in der tollen Emeibaby Trage.Ich bin begeistert da ich weder Nacken noch Rückenschmerzen haben nach einiger Zeit.

12:30

Es ist voll und laut und wir beschliessen nach Hause zu fahren. Ich freue mich auf eine hübsche Runde Mittagsschlaf.

13:04

Renne noch schnell allein ins Kaufenland, lasse die Kinder im Auto. Little Miss klagt über Bauchweh und ist hundemüde. Sie mag dableiben. Morgen ist in Bayern Feiertag und die Supermärkte haben allem Anschein nach vermutlich danach nie wieder offen den Inhalten der Einkaufswägen der Menschen nach zu urteilen. Ich brauche nur Milch, ein bisschen Obst und verdammt, der Zettel ist im Auto und ich vergesse klassisch die Hälfte. War klar.

13:26

Noch schnell beim Metzger rein.

13:38

Endlich zu Hause. Alles ausladen, Kinder raus aus dem Auto und hoch. Diese Schlepperei, Miss Annie und die Handtasche und die Einkäufe und noch was ich nicht was da so schwer im Büggel ist in den 2. Stock hoch. Manchmal wünsche ich mir ganz heimlich doch einen Aufzug in dieses Haus. Es ist so kuschlig daheim und der Fußboden ist herrlich warm. Luxus den ich nie wieder missen möchte.

13:52

Essen. Hipp für Miss Annie, Weisswürste für Little Miss. Ein wahrer Liebesbeweis an das Kind, denn ich mag keine weissen Würste, weder essen noch anfassen. Die Konsistenz wenn man die Teil aus der Haut rausfriemelt … lassen wir das lieber.

14:20

Ohhhh wir liegen im Bett, halbe Stunde ausruhen. Litte Miss Augenränder haben meine soeben überholt, auch wenn sie ihrer Aussage nach „Gaaaar nicht müüdääääää“ ist. Lese ein wenig in einer Facebookgruppe über GRIN1 Kinder. Anscheinend bin ich die einzige Deutsche. Freue mich sehr mich auszutauschen mit Menschen die quer über den Erdball verteilt sind.

14:43

Miss Annie turnt im Bett herum wiw schon in der Früh, Little Miss ist immerhin eingeschlafen, meine Augen scheinen auch nach zumachen. Das Mittagessen der Kleinen kommt retour vor lauter Turnerei, ganz grosse Sauerei.

14:50

Little Miss umgezogen, Bett abgezogen und in der Waschmaschine. Ich bleib auf. Nachdem das Mittagessen von heute oben raus kam, kam das von gestern nun in die Windel. Das Kind weiss mich durchaus zu beschäftigen.

15:30

Ich wecke Little Miss auf. Es schneit draussen und ist so kalt. Heut bekommt mich keiner mehr raus.

15:45

Kaffee au lait. Dann geht es der Weihanchtsdeko an den Kragen. Little Miss und ich hängen nach und nach alles ab. Dezember, byebye, Du hübscher Monat. Ein wenig wehmütig bin ich dann schon.

17:00

Der Göttergatte ist wieder da, hurra.

18.42

Abendessen. Sandwich für Little Miss, Getreidebrei für Miss Annie, ich hab kein hunger.

19:25

Küche aufräumen, Minis ins Bett nachdem sie umgezogen sind und die Beisser gebürstet haben. Ausgiebiges Telefonat mit meinem Papa, der hat Langeweile im Krankenbett!!!

21:49

Wäsche aufhängen und noch schnell eine kurze Maschine anschmeissen damit ich trocknerloses Ding morgen alles bügeln kann und mir das am Wochenende hier nicht rumsteht und mein Wohnbild verschandelt. Mag ich nämlich nicht.

Jetzt

Schlaft gut, ich leg mich jetzt zwischen meine kleinen Mädchen und werde schlafen, eingekuschelt und geniesse diesen Frieden. Bin glaub ich beim schreiben mehr wie einma in den Sekundenschlaf gefallen. Ich muss früher ins Bett gehen und mehr schlafen. Die Tage sind lang und doch zu kurz. Achja, ich entschuldige mich für Grammatik und Rechtschreibfehler, schalte nur noch den Rechner aus und schliesse die Augen. Habt Euch wohl.